Warum es dieses Projekt braucht?

Viele Kinder in Äthiopien und anderen Teilen der Welt wachsen unter schwierigen Lebensbedingungen auf. Dürren, wirtschaftliche Krisen, Krankheiten wie HIV/AIDS sowie bewaffnete Konflikte bringen Familien in existenzielle Not und nehmen Kindern häufig die Sicherheit und Stabilität, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Es fehlt an familiärer Unterstützung, finanzieller Absicherung und einer verlässlichen Betreuung. Soziale, kulturelle, wirtschaftliche oder psychische Belastungen verschärfen ihre Situation zusätzlich. Wer nur eingeschränkten Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und anderen grundlegenden Angeboten hat, dem fehlen wichtige Voraussetzungen für eine selbstbestimmte Zukunft. Armut und fehlende Unterstützung können dazu führen, dass sich Benachteiligungen über Generationen hinweg fortsetzen. Besonders Kinder, die ohne elterliche Fürsorge leben, sind oft von Vernachlässigung, Mangelernährung und fehlenden Bildungsmöglichkeiten betroffen. Öffentliche Hilfsangebote erreichen diese Kinder dabei nicht immer. Umso wichtiger sind Einrichtungen und Organisationen, die ihnen Schutz, Geborgenheit und Förderung bieten.

Genau hier setzen wir an: Wir möchten Kindern ein sicheres Umfeld geben, in dem sie Vertrauen entwickeln, ihre Fähigkeiten entfalten und neue Perspektiven für ihr Leben entwickeln können.

Warum Yirgalem der richtige Ort ist, um diesen Kindern Heimat und Zukunft zu geben?

Wovon träumen wir für diese Kinder?

Unser Ziel ist es, Kindern Zugang zu ihren grundlegenden Rechten und Bedürfnissen zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei die Betreuung von Kindern, die im Yirgalem General Hospital nach der Geburt verlassen wurden. Dies betrifft jährlich etwa 15 Kinder. Darüber hinaus sind auch Kinder herzlich willkommen, die bislang ohne Fürsorge auf der Straße leben mussten. 

Uns geht es zugleich auch darum, die Lern- und Bildungsbedingungen für diese Kinder nachhaltig zu verbessern. Dafür bauen wir Partnerschaften zwischen Einrichtungen der Jugendhilfe in Deutschland und unserem Kinderheim in Äthiopien auf. Die Jugendhilfe Mutabor gGmbH steht dem Verein dabei beratend zur Seite, insbesondere mit dem Ziel, einen kontinuierlichen Wissens- und Erfahrungsaustausch zu gewährleisten. Da Schulbildung in Äthiopien keinesfalls für alle Kinder selbstverständlich ist, wird im Kinderheim auch eine schulische Bildung angeboten. Die Kinder werden nach dem staatlichen Lehrplan unterrichtet und im Sinne der Werte der christlichen Kirchengemeinde Philippus Kirche erzogen. So erhalten die alleingelassenen Kinder nicht nur ein Zuhause, sondern auch ein stabiles, familiäres Umfeld.

 

Seit 2015 arbeiten wir eng mit dem Yirgalem General Hospital zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation ist ein tragfähiges Netzwerk aus lokalen Behörden, medizinischem Personal und der Gemeinde in Yirgalem gewachsen. Auf dieser bewährten Zusammenarbeit und dem gegenseitigen Vertrauen baut unser Kinderheim auf. Aufnehmen möchten wir hier vor allem Kinder, die im Krankenhaus zurückgelassen wurden und daher nicht die notwendige familiäre Fürsorge erfahren. 

Damit diese Kinder nicht nur Wurzeln, sondern auch Flügel für ihren weiteren Lebensweg erhalten, möchten wir ihnen weit mehr als nur Unterkunft und Bildung bieten. Sie sollen bei uns Liebe, Familie, Gemeinschaft und christlichen Glauben erfahren. Dabei ist unser Antrieb und Motor die Agape, die selbstlose Liebe ohne Forderung.

 

Wer unterstützt uns genau auf diesem Weg?

Das Kinderheim wird in enger Zusammenarbeit mit der Christlichen Kirchengemeinde Philippus Kirche als Partner in Addis Abeba sowie in Kooperation mit dem Yirgalem General Hospital für die gesundheitliche Betreuung umgesetzt. Für die architektonische Planung und Umsetzung konnten der Dipl.-Ing. Architekt Prof. Thorsten Burgmer sowie Dipl.-Ing. Architekt Jan Jakob Glasmeier und ihre Studierenden von der Technischen Hochschule Köln – Institut für energieeffiziente Architektur – gewonnen werden. Die Gebäude sollen unter Verwendung nachhaltiger, lokal verfügbarer und kostengünstiger Materialien errichtet werden. 

Jan Jakob Glasmeier gründete nach mehrjähriger Tätigkeit in Thailand im Jahr 2017 das Büro simple architecture in Bangkok. Zuvor war er leitender Architekt bei Arup in Singapur im Rahmen des Singapore Sports Hub Projekts tätig und arbeitete anschließend bei Foster + Partners in London sowie am Madar City Masterplan in Abu Dhabi. Er schloss sein Architekturstudium an der Technischen Universität Darmstadt ab.

Thorsten Burgmer widmet sich in seiner Lehrtätigkeit insbesondere dem Entwerfen von energetischen und nachhaltigen Baukonzepten. Er ist Gesellschafter des Architekturbüros Grosche Burgmer Architekten mit Schwerpunkten im Holzbau und nachhaltigen Bauen und bietet darüber hinaus Beratungsleistungen im Bereich zukunftsfähiges Bauen an.

Für den Innenausbau unterstützen uns die Handwerker Klaus Peter Stamm und David Quandt, die bereits im Yirgalem General Hospital Schulungen durchgeführt und Reparaturarbeiten begleitet haben.

Die Stadt Yirgalem unterstützt das Projekt insbesondere durch die Förderung des länderübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustauschs, die Unterstützung bei der Grundstücksbeschaffung sowie bei bürokratischen Prozessen. Auch die Region Sidama begleitet das Vorhaben aktiv durch Förderung der Zusammenarbeit, Unterstützung bei administrativen Fragen sowie bei der Bewältigung organisatorischer und struktureller Herausforderungen.

MUTABOR – Mensch & Entwicklung gGmbH ist seit 2003 in der Jugendhilfe tätig und bietet ambulante sowie stationäre Angebote für Kinder, Jugendliche und deren Familien an. Die gGmbH steht uns im Projekt beratend zur Seite, um bei der Kooperationsarbeit und bei den Schulungen zu unterstützen.

 

Wie können Sie den Kindern helfen?

Ärzte für Äthiopien - Kinderheim

Dorfpatenschaft – ab mindestens 35 € im Monat

Mit einer Dorfpatenschaft unterstützen Sie nicht nur ein einzelnes Patenkind oder eine Familie, sondern tragen dazu bei, dass ein ganzes Dorf von besseren Lebensbedingungen profitiert. 

Ihre Unterstützung ermöglicht unter anderen:

  • tägliche Mahlzeiten
  • Schulbücher und Hefte für den Unterricht
  • eine neue Schuluniform pro Jahr
  • medizinische Notfallversorgung
  • verlässliche Betreuung
  • die Finanzierung einer Lehrkraft
  • Nachhilfe und gemeinsame Ausflüge
  • zusätzliche Angebote und AGs, u. a. Handarbeit, Hauswirtschaft, Musik, Heimwerken

Zum Start des Projektes soll unser Heim rund 20 Kindern ein Zuhause geben. Mit Ihrer Unterstützung möchten wir ihnen einen geschützten Ort schenken, an dem sie aufwachsen, lernen und sich zu selbstständigen jungen Menschen entwickeln können.

Wie soll das neue Zuhause der Kinder aussehen?

Für den Anfang planen wir acht bis zehn Wohneinheiten, in denen jeweils sechs bis zehn Kinder gemeinsam mit einer/einem Betreuer:in leben. Nach dem Prinzip des Cluster-Wohnen werden die Gebäude ökologisch und funktional gestaltet, damit von Beginn an ein ganzheitliches und nachhaltiges Miteinander entsteht. Ergänzt wird das Ensemble durch ein Wohngebäude für das notwendige Hauspersonal und eine gemeinschaftliche Waschküche.

Auf längere Sicht möchten wir das Dorf weiter wachsen lassen. Geplant ist ein Schulgebäude, in dem zunächst ein Kindergarten mit 20 Kindern und eine Grundschule mit 40 Kindern Platz finden. Auch das gemeinschaftliche Leben auf dem Gelände soll gezielt gefördert werden, weshalb ein zentraler Dorfplatz, ein großer Schulhof sowie verschiedene Begegnungsstätten entstehen sollen. Jede Wohneinheit verfügt zudem über einen eigenen Nutzgarten. Eine naturnahe und grüne Gestaltung des Geländes liegt uns besonders am Herzen. Daher sind neben Anbauflächen für Gemüse, Salat und Obst auch Weideflächen für Hühner und Schafe vorgesehen.

Im Sinne der Nachhaltigkeit sollen Regenwasser in Zisternen gesammelt und für die Bewässerung der Nutzgärten verwendet werden. Zusätzlich ist der Einsatz einer Photovoltaikanlage zur Stromversorgung vorgesehen.

Wie soll ihr neues Zuhause aussehen?

Kurzfristiges Ziel: Geplant sind zunächst acht bis zehn Wohneinheiten, in denen jeweils sechs bis zehn Kinder gemeinsam mit einer Betreuerin leben. Im Sinne eines ganzheitlichen und nachhaltigen Konzepts orientieren sich die Gebäude an dem Prinzip des Cluster-Wohnens und werden entsprechend ökologisch und funktional geplant und gebaut. Ergänzt wird das Ensemble durch ein Wohngebäude für das notwendige Hauspersonal und eine gemeinschaftliche Waschküche.

Langfristiges Ziel: Es soll ein Schulgebäude für einen Kindergarten (Start mit 20 Kindern) und eine Grundschule (Start mit 40 Kindern) errichtet werden. Auch das gemeinschaftliche Leben auf dem Gelände soll gezielt gefördert werden: Ein zentraler Dorfplatz, ein großer Schulhof sowie verschiedene Begegnungsstätten sind vorgesehen. Jede Wohneinheit erhält zudem einen eigenen Nutzgarten. Eine Begrünung und naturnahe Gestaltung des Geländes haben einen hohen Stellenwert. Darüber hinaus sind Grünflächen für den Anbau von Gemüse, Salat und Obst sowie Weideflächen für Hühner und Schafe geplant.

Im Sinne der Nachhaltigkeit sollen Regenwasser in Zisternen gesammelt und sowohl für die Bewässerung der Nutzgärten verwendet werden. Zusätzlich ist der Einsatz einer Photovoltaikanlage zur Stromversorgung vorgesehen.

Umsetzung Kinderheim auf 2 Hektar Grundstück:

  • Wohnhäuser für alleingelassene Kinder mit Betreuern und Betreuerinnen
  • Kindergarten/ Schule mit Aula/ Sporthalle
  • Bibliothek
  • Dorfplatz
  • Spielplatz
  • 1 Gebäude für Personal
  • 1 Gebäude für die Waschküche
  • Seminarraum für Fortbildungen, Seminare, als Turnhalle und für AGs
  • 1 Verwaltungsbüro für die Kirchengemeinde Phillipsios Kirche mit Toilette und Besprechungsraum und zwei Zimmer-Apartment für den Leiter/ Betreuer des Kinderheims
  • Gemeinschaftsbus für Einkauf
  • Begrünung der Fläche, damit weniger Staubentwicklung vorhanden ist und gegen Trockenheit
  • Nutzflächen zum Anbau von Gemüse zur Selbstversorgung und Verkauf/ Food Forest
  • Kleintierhaltung: Hühner, eventuell Schafe
  • Bienenstöcke (Kulturgut und Existenzgrundlage in Äthiopien, Äthiopien gehört mit 54.000 Tonnen zu den zehn größten Honigproduzenten der Welt)

Alles, was über den Eigenbedarf hinaus erwirtschaftet wird, darf verkauft werden.

Wer sorgt für die Kinder?

Kirchengemeinde Phillipsios Kirche für das Kinderheim:

  • Auswahl der Kinder
  • Betreuung und Unterhalt der Kinder
  • Verwaltung der Spendengelder in Kooperation mit Ärzte für Äthiopien e.V.
  • Berichterstattung an Ärzte für Äthiopien e.V., Personalplan und Gehälter in Absprache mit Ärzte für Äthiopien e. V.
  • Einstellung von Personal, christliche Erziehung, regelmäßige Schulungen für die Angestellten wie Betreuer/innen, Lehrer/innen

Yirgalem General Hospital: kostenlose Vorsorgeuntersuchungen und Erst- und Zweitbehandlung aller Kinder

Ärzte für Äthiopien e. V.:

  • Dachorganisation für Kinderheim
  • Patenschaften und Fördermöglichkeiten schaffen
  • Prüfung der Berichte der Verwaltung, des Personalplans und der Buchhaltung
  • Überprüfung, ob die Verträge und Leitlinien eingehalten werden